Strukturen der Landwirtschaftsbetriebe (2008) Die durchschnittliche landwirtschaftliche Nutzfläche (LN) der Obwaldner Betriebe beträgt 10,7 ha. Der grösste Betrieb hat eine LN von 35 ha. Die Betriebe halten im Durchschnitt 19,0 Grossvieheinheiten (GVE). Vom gesamten Bestand der landwirtschaftlichen Nutztiere gehören rund 83 Prozent der GVE der Rindergattung an. 70 Prozent aller Betriebe verfügen über ein Milchkontingent. Nur gerade 21 Prozent der Betriebe haben ein Milchkontingent von mehr als 100 000 kg (2008/2009).
Strukturen der Alpwirtschaftsbetriebe Die Bedeutung der Alpwirtschaft im Kanton Obwalden als Existenzgrundlage für die Heimbetriebe ist gross, wächst doch rund 22 Prozent des Grundfutters für die raufutterverzehrenden Nutztiere auf den Alpen. Im 2006 sömmerte ein Obwaldner Alpbetrieb durchschnittlich 30 GVE bzw. 31 Normalstösse (ein Normalstoss [NST] entspricht der Sömmerung einer raufutterverzehrenden GVE während 100 Tagen). Im Vergleich zu andern Alpgebieten der Schweiz sind dies eher kleine Alpeinheiten. Dies zeigt sich auch bei den Alpkäsereistrukturen, denn rund 74 Prozent der Alpkäsereien verarbeiten weniger als 15 000 kg Milch.
Von den Milchkühen wurden in den letzten Jahren durchschnittlich rund 50 Prozent gealpt. Die Alpmilchproduktion betrug in den vergangenen vier Jahren rund zwölf Prozent der gesamten Obwaldner Milch. Von dieser wird nur noch rund 40 Prozent auf der Alp verkäst, wobei rund ein Drittel zu Sbrinz und zwei Drittel zu Obwaldner Alpkäse und andere verarbeitet wird. Die Qualitätsvorschriften, die starke Einschränkung der Alpsbrinzproduktion durch die Käseabnehmer, die Arbeitsbelastung, die kleinen Verarbeitungseinheiten und die Vermarktungsschwierigkeiten sind mitverantwortlich für den starken Rückgang der Obwaldner Alpkäseproduktion.
Rahmenbedingungen für die Land- und Alpwirtschaft Nicht nur die agrarpolitischen sondern vermehrt auch die marktwirtschaftlichen Rahmenbedingungen, mit der vermehrten Anbindung an internationale Märkte und dem damit verbundenen Druck auf Produktionspreise sowie die Erwartungen der Gesellschaft beeinflussen die Ausrichtung der Land- und Ernährungswirtschaft. Diese Rahmenbedingungen werden auch in Zukunft einer starken Dynamik unterworfen sein, was die mittel- und langfristige Planung in der Land- und Alpwirtschaft erschwert.
Land- und Alpwirtschaft als Teil der Gesamtwirtschaft Die Land- und Alpwirtschaft als Teil der Gesamtwirtschaft ist eng mit den übrigen Wirtschaftssektoren verflochten. So ist die Land- und Alpwirtschaft auf eine gesunde Volkswirtschaft angewiesen, damit die finanziellen Mittel zur Erfüllung des in der Verfassung verankerten Leistungsauftrags an die Land- und Alpwirtschaft längerfristig sichergestellt werden können. Eine Anbindung an die Wirtschaft entsteht auch durch die gegenseitige wirtschaftliche Abhängigkeit mit den vor- und nachgelagerten Stufen entlang der Wertschöpfungskette und beim ausserlandwirtschaftlichen Nebenerwerb.
Weitere Informationen Amt für Landwirtschaft und Umwelt Zwischenbericht zur Zielerreichung beim Agrarleitbild www.landwirtschaft-ow.ch